Erziehung

Der Inhalt dieser Seite wird derzeit hier eingestellt, ich bitte um Verständnis, dass der folgende Text noch nicht vollständig ist.
Er wird ständig erweitert, so dass Sie bei Interesse späterhin einfach dort weiterlesen können, wo es zuvor noch nicht weiterging.
Ich bemühe mich den Text in Sinnabschnitten einzupflegen, damit es jeweils möglichst ein geschlossenes Ganzes ergibt.

  Erziehung

                                                                
Die Verantwortung für das Gedeihen eines Menschen zu haben, ist eine Aufgabe, in die man ganz sicher auch hineinwachsen muss. Es ist jedoch nicht allein die Praxis, sondern vielmehr ist es auch zuerst einmal theoretisches Wissen, das benötigt wird, um dieser Verantwortung weitgehendst gerecht werden zu können. Doch wer weiß, wie es richtig ist ? Die Erziehungswissenschaft ist eine recht junge Wissenschaft, es gibt kaum verlässliches Wissen, man liest hier dies und dort das, verlässt sich auf den eigenen Instinkt, hört auf den Rat anderer genauso, wie man ihn vielleicht auch anzweifelt. Wie also macht man es nun richtig ?

Von der Geburt bis hin zum Sterben durchläuft der Mensch sehr unterschiedliche Lebensphasen. Erfahrungen spielen dabei in jedem Alter eine wichtige Rolle. In den ersten Lebensjahren jedoch wird der Mensch am stärksten geprägt. Gerade in der frühen Kindheit, aber auch späterhin, ist es wichtig, dass das Kind unendlich viel Liebe und positive Zuwendung erfährt, weil es nur so auch späterhin Lebensfreude empfinden kann und den Herausforderungen des Lebens gewachsen sein wird. Es ist ein Irrtum, dass man für das Leben stark wird, wenn man schon früh auch schmerzliche Erfahrungen macht, sondern vielmehr ist es so, dass schmerzliche Erfahrungen und Entbehrungen, die in der Kindheit oder auch Jugend gemacht werden, dazu führen, dass quasi ein Muster angelegt wird, dem der spätere Erwachsene dann unbewusst folgt und ihn zu weiteren negativen Erfahrungen führt. Auch sind viele psychischen als auch körperlichen Erkrankungen auf Mangel an Liebe in der Kindheit und Jugend zurückzuführen.
 
 
Der Mensch braucht genauso selbstverständlich Liebe um gedeihen zu können, wie die Pflanzen die Sonne zum Wachsen benötigen. Doch Liebe ist ein sehr abstrakter Begriff.  Er bedeutet für den einen Menschen dies, für den anderen Menschen das. Somit kann es nicht ausreichen, davon zu sprechen, dass man dem Kind Liebe geben müsste. Es ist darüber hinaus weiteres Wissen notwendig.


Was erwartet das Baby, was das Kleinkind, was diese Persönlichkeit, was die Evolution von mir und uns ?
Wie werde ich, wie werden wir den Bedürfnissen dieser feinen zarten Seele gerecht ?

 
Das Baby kommt mit der angeborenen Erwartung in diese Welt, dass es hier alles vorfinden wird, was zur Grundversorgung , zur Erhaltung und Entfaltung des Lebens notwendig ist.  Dabei erwartet es ebenso Wärme und Nahrung für den Körper, als auch  für seine Seele. Deshalb ist es unbeschreiblich wichtig,  dass das Baby sich niemals einsam fühlt.  Dies ist ganz sicher nicht dadurch gewährleistet, dem Baby einen Teddy oder ähnliches mit ins Bett zu legen und ein fremdartiges Geklimmper ist eben auch nur ein fremdartiges Gekimmper, wenn man es ja nicht einzuordnen weiß. Notwendig ist , das, was es kennt:  Den Herzschlag eines anderen Menschen. Es benötigt somit menschliche Nähe.  Für das Neugeborene bedeutet körperliche Nähe die einzige Möglichkeit, sich nicht einsam zu fühlen. Es hat neun Monate lang in jeder Sekunde den Herzschlag der Mutter gehört, der Herzschlag der Mutter ist ihm vertraut und gibt ihm in der neuen Welt, in die es ja mit der Geburt eintritt, Orientierung und Sicherheit. Wird das Baby direkt nach der Geburt von diesem vertrauten Geräusch getrennt, bedeutet dies für diese feine zarte Seele Orientierungslosigkeit, Einsamkeit und damit unendliches Leid und wirkt somit  traumatisierend.

Unendliches Leid ? Traumatisierend ? Das klingt für manche Menschen doch sehr nach einer maßlosen Übertreibung, haben doch die meisten von uns diese wahrscheinlich ebenfalls erlebte Einsamkeit verkrafttet, schließlich sind wir doch zu gesunden und mehr oder minder selbstbewussten Menschen geworden.

Doch wissen wir, wer und wie wir gediehen wären, wenn es anders gewesen wäre ?


 
"Kinder erleben nichst so scharf und bitter wie die Ungerechtigkeit", sagte schon Charles Dickens. Der angeborene Sinn für Gerechtigkeit entspringt dem Sinn des Lebens selbst: dem Leben wollen, welches den Lebewesen innewohnt.  Die Zuwendung zu bekommen, die das Baby oder Kleinkind benötigt, empfindet das kleine menschliche Wesen als Gerechtigkeit, den Mangel daran erfährt es als Ungerechtigkeit. Das kleine Geschöpf verliert das Urvertrauen und nimmt Schaden, wenn man es beispielsweise liegen lässt, anstatt es zu trösten, wenn es schreit.

 

 

Fortsetzung folgt !